Das Konzept „Operativ eigenständige Schule“ OES zielt auf eine weitere Stärkung der pädagogischen und fachlichen Erstverantwortung der beruflichen Schulen. Im Mittelpunkt steht die Sicherung und Entwicklung der Unterrichts- und Schulqualität. Dazu führen die beruflichen Schulen ein Qualitäts­entwicklungs­system ein. Darüber hinaus wird eine Erweiterung der Gestaltungsräume in den Blick genommen.

Das Konzept OES baut auf dem Projekt „Stärkung der Eigenständigkeit Beruflicher Schulen“ STEBS auf und wurde von 2003 bis 2006 in einem Modellvorhaben mit beruflichen Schulen erarbeitet und erprobt. Neben den Schulen nahmen die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) teil.

Das Konzept OES legt den Schwerpunkt auf die Selbstevaluation und Qualitäts­entwicklung in allen relevanten Bereichen des schulischen Lebens. Dabei steht der Unterricht als zentrale pädagogische Arbeit im Mittelpunkt. Bei der Fremdevaluation blickt das Landesinstitut für Schulentwicklung in größeren Zeitabständen von außen auf die Schule. Die Fremdevaluation bildet eine Grundlage für Zielvereinbarungen zwischen Schule und Schulaufsicht.

Ab September 2010 entwickeln alle rund 300 beruflichen Schulen in Baden-Württemberg ihre Qualität nach dem Konzept OES weiter.